Berthold Bock

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NEUE HEIMAT

BERTHOLD BOCK konfrontiert in den Bildwelten seines Zyklus »NEUE HEIMAT« klar formulierte großzügige modernistische Architektur mit weiten, vorzugsweise alpinen Landschaften. Es sind farbintensive, zeitgenössische romantische Darstellungen voll Sehnsucht und Melancholie, die teilweise, betont durch eine von Weiß, Grün, Blau und Lila dominierte Farbpalette, in unheimliche, abweisende und hoffnungslose Stimmungen übergehen.
Die oft menschenleere Architektur wirkt wie ein beängstigender, technoider, überdimensionierter Störfaktor in den Panoramalandschaften. Vereinzelte Protagonisten in Rückenansicht, beherbergt von sachlichen Häusern oder gefangen in emotionalen Leerräumen, scheinen möglicherweise nicht nur von den Rezipienten der Bilder beobachtet, stehen isoliert in ihren Umgebungen. Festgehalten durch den Blick eines Künstlers, der auch Filme dreht. Wirklichkeiten, derer wir uns dank Medien erinnern, die wir aber nicht real erleben wollen.
In seinen neuen Arbeiten spielt Berthold Bock mit der Idee des Prototypen einer mitteldeutschen Kleinstadt, exemplarisch Soest. (Pressetext, Galerie Baer, Dresden, 2005)

Bertold Bock, geboren 1967 in Salzburg, lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Prof. Adamski und war Meisterschüler bei Prof. Dammbeck.

Seit 1994 ist Bertold Bock mit Einzelaustellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland und Österreich vertreten. 2002 erhielt er ein Stipendium der Kulturstifung Sachsen.