June 23rd, 2006

26. August - 10. September 2006
1. Station der Wanderausstellung in Saalfeld/Saale
SaLog // Lager- und Gewerbehalle // Industriestraße 1 // Saalfeld/Saale
Konzept & Realisierung
Kolja Barbara Kunt|Luise Zimmermann
Künstler
Gunter Krüger (Audiovisuelle Installation)
Auftrag : Lorey (Performance)
Meike Sieveking (Fotografie/Film)
Kolja B. Kunt (Videoinstallation/Malerei)
Bertold Bock (Malerei)
Corinna Schnitt (Videoinstallation)
Ariane Pauls (Projektion)
Diana Näcke (Dokumentarfilm)
Kathrin Krottenthaler (Dokumentarfilm)
Annegret Haas (Malerei, Video, Objekte)
Thomas Knoth (Malerei, Objekte)
Hintergrund
Der Trend, Heimat-Events zu veranstalten, ist nicht zu übersehen. Heimat ist wieder ein populäres Thema jenseits von Heimatmuseum und Musikantenstadl. Warum ist das so? Es gibt zum einen den Diskurs über eine neue Verortung von Identität im Zuge der Globalisierung und zum anderen eine Besinnung auf das Private in einer Zeit, wo die wirtschaftliche Lage als existenzielle Bedrohung wahrgenommen wird. Die Frage, was eine deutsche Heimat ist, wird auch deshalb diskutiert, um sie nicht Zeitgenossen zu überlassen, die immer noch nationalistische Ideen proklamieren. Es gibt sicher noch viele andere, weitreichendere Erklärungen. Fest steht aber, dass es sich um ein Phänomen handelt, dass im Zentrum öffentlichen Interesses steht und aus vielen unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten ist.
Der Fokus dieses Projektes richtet sich darauf, wie sich junge deutsche Künstler mit dem Begriff Heimat auseinandersetzen. Eine Auswahl von Künstlern aus unterschiedlichen Bereichen (Malerei, Film, Video, Performance/ Theater) stellt ihre Positionen zu diesem Thema an ihren Heimatorten vor.
Das Einzigartige am Konzept der Wanderausstellung ‘Heimat – Eine Gemeinschaftsprojektion’ ist die Konfrontation der Künstler und ihrer Arbeiten mit dem Phänomen selbst. Der eigene Konflikt bei der Auseinandersetzung mit Heimat und bei der Suche nach einer persönlichen Definition des Begriffes wird durch die Gegenüberstellung mit dem Publikum, dass am Heimatort Teil des Phänomens ist, weitergeführt.
Das Erwandern von Orten ist wahrscheinlich die behutsamste Form der Annäherung und Erschließung eines Territoriums. Die Verbindung der Begriffe Heimat und Wandern bildet ein breites Spektrum an Assioziationen von Pfadfinderkindheit bis Völkerwanderung und läßt den Rückschluss zu, dass Bewegung im Spiel ist.
Veranstaltet wird die Ausstellung in den Heimatorten der beteiligten Künstler, wobei es sich nicht zwingend um die Orte handeln muss, in denen die Künstler ihre Kindheit verbracht haben. Die Wahl des Veranstaltungsraumes (Galerie, Kino, Konzerthaus…) bezieht sich auf die Arbeit des Künstlers, dessen Heimatort bespielt wird.
Künstler der jeweiligen Region werden eingeladen, sich mit Arbeiten, die einen thematischen Bezug haben, an der Ausstellung zu beteiligen. Die Ausstellung geht auf diese Weise für die Dauer ihres Gastspiels eine Verbindung mit der kulturellen Landschaft der jeweiligen Region ein. Sie erhält eine dem Standort eigene Prägung. Darüberhinaus entstehen innerhalb der Ausstellung immer wieder neue Spannungsfelder.
Kontakt
Kolja Barbara Kunt | Grünberger Straße 60 | 10245 Berlin | 030-29009655 | heimat@k2film.de
Luise Zimmermann | Käthe-Kollwitz-Straße 19 | 07743 Jena | 03641-470701 | heimat@k2film.de
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